Aktuelles Programm

Bauhaus und Film: von Hans Richter bis zur TV-Serie von 2019

Eröffnung Sonntag, 01. September 2019 um 20.30 Uhr

Begrüßung durch Joachim von Vietinghoff.
Einführung durch Kunsthistoriker und Gestalter Erik Spiekermann und Martin Koerber, Chefarchivar der Deutsche Kinemathek.

KURZFILME VON HANS RICHTER UND MAN RAY

Montag, 02. September 2019 20.30 Uhr

Einführung Bert Rebhandl. Vorfilm „Filmstudie“ von Hans Richter, 4:17 min, D 1927.

FEMALE
Komödie, USA 1933, Regie: Michael Curtiz, 60 min, Vorführung OV Englisch

Dienstag, 03. September 2019 20.30 Uhr

In Anwesenheit des Regisseurs Heinz Emigholz

BICKELS [SOCIALISM] Heinz Emigholz , D/ISR 2015-17, 92 min; Architektur als Autobiographie / Samuel Bickels (1909–1975)

Mittwoch, 04. September 2019 20.30 Uhr

Im Gespräch Regisseur Dominik Graf und Kameramann Martin Gressmann

PHILIPP ROSENTHAL – DER UNTERNEHMER DER NICHT AN DEN KAPITAISMUS GLAUBTE
Dokumentarfilm, Regie&Buch: Dominik Graf & Martin Gressmann nach einer Idee von Claus Jürgen Pfeiffer, Produktion: ZDF, Deutschland 2018, 60 min

Freitag, 06. September und Samstag, 07. September 2019 Beginn: jeweils 20.30 Uhr

Als Gäste Lars Kraume, Anna Maria Mühe, August Diehl und Thomas Kufus u.v.a.m.

DIE NEUE ZEIT

Fr Teil 1 – 3 und Sa 4 – 6 der sechsteilige ZDF-Serie über das Bauhaus
Regie: Lars Kraume, Produktion: zero film / Thomas Kufus, D 2019, 6 x 45 min

Für die Berliner Bauhauswoche wurde exemplarisch ein thematisch breitgefächertes Filmprogramm unterschiedlicher Genres und Themen entwickelt. Die Herausforderung bestand darin aufzuzeigen, wie sich Konzepte der „vielen Bauhäuser“ (Philipp Oswalt) im Film widerspiegeln und bis in die Gegenwart weiterleben.

Während sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschiedenste Reformansätze in Kunst, Kultur, Bildung und Lebensweise abzeichneten, entwickelte sich parallel eine neue Kunstform: der Film.

Werke des Stummfilmpioniers Hans Richter, jüngst digitalisiert durch die Deutsche Kinemathek, werden neben Man Rays selten aufgeführtem Film „Les Mystères du Chateau du Dé“ zu sehen sein. Geschlechterrollenbilder persifliert Michael Curtiz gekonnt in seiner grotesken Komödie „Femal“ von 1933. Der Film entstand in der Pre-Code-Ära Hollywoods durch den ungarisch-österreichischen Emigranten unter anderem im Ennis House von Frank Llyod Wright. Subtile ästhetische Untersuchungen der Funktionalität und Vielfalt modernen Bauens unternimmt Heinz Emigholz mit seinem Projekt „Architektur und Jenseits“, aus dem ein Film zu sehen sein wird.

Dominik Grafs „Philip Rosenthal – Der Unternehmer, der nicht an den Kapitalismus glaubte“ geht sozio-ökonomischen Fragen nach, die bereits in der Weimarer Republik virulent waren. Rosenthal konnte 1966 Walter Gropius als Architekten für die Porzellanfabrik in Selb/Bayern gewinnen. Höhepunkt der Reihe ist die zum Bauhaus Jubiläum durch das ZDF produzierte 6-teilige Serie „Die Neue Zeit“ in der Regie von Lars Kraume. In originalgetreu nachgestalteten Filmsets wie an historischen Orten lässt sie die berühmte Reformschule und ihre mutigen Protagonisten lebendig werden – auf großer Leinwand im Garten des Berliner Palais Podewil zwischen 1. und 7. September 2019.

Gäste der Filmreihe sind Martin Koerber von der Deutschen Kinemathek, Erik Spiekermann, einer der einflussreichsten deutschen Typografen, der aktuell mit Adobe Bauhaus-Typografien in die Gegenwart übertragen hat, sowie der Publizist Bert Rebhandl und die Regisseure Heinz Emigholz, Dominik Graf und Lars Kraume.